Kerstin Landua im Gespräch

„Und plötzlich war ich Miss Rheinland-Pfalz“

„Miss Bikini“, „Euromodel“, „Miss Rheinland- Pfalz“, das sind die klingenden Titel, die Kerstin Landua in den vergangen Monaten gewinnen konnte. Die 23-jährige Bankkauffrau kommt aus dem geografischen Mittelpunkt Rheinhessens, der kleinen Weinbaugemeinde Gabsheim und arbeitet als Finanzierungsberaterin der VR-Bank in Mainz Gonsenheim.

Stadtausgabe: Kerstin Landua, wie kam es eigentlich dazu, dass Sie an einem Schönheitswettbewerb teilgenommen haben? Haben Sie zu viel „Germany`s next Topmodel“ geschaut?

Kerstin Landua (lacht): Nein, überhaupt nicht. Ein Freund, der Modenschauen für die Rheinland-Pfalz-Ausstellung organisiert, hat mich ermuntert, 2010 bei der „Miss Mainz“ Wahl mitzumachen. Da kam ich auf den 3. Platz und qualifizierte mich für die Wahl um den Titel „Miss Rheinland- Pfalz“.

Was bedeutet Ihnen dieser Titel?

Natürlich habe ich mich sehr darüber gefreut, zumal dies alles ziemlich überraschend für mich war. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Chance auf den Sieg bei der Wahl um den Titel „Miss Rheinland- Pfalz“ habe. Und ganz plötzlich hatte ich gewonnen. Aber man darf sich darauf nichts einbilden. Es gibt so viele hübsche Frauen, die es genauso verdient hätten.

Bei der Wahl zur „Miss Germany“ haben Sie es dann nicht auf das Siegertreppchen geschafft. Waren Sie enttäuscht?

Nein, überhaupt nicht. Es hat super viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine ganz tolle Erfahrung. Die Fotoshootings, die Tage im Europapark Rust und im Miss-Camp in Ägypten. Die Abschlussveranstaltung war echt klasse. Eine erstklassige Show. Außerdem bleibt ein tolles Gefühl, es so weit geschafft zu haben. Für mich ist das ein schöner Erfolg.

Gibt es Freundschaften unter den Mitbewerberinnen oder sind das nur Konkurrentinnen um den Titel?

Natürlich kommt man nicht mit allen gleich gut aus und ein paar Zicken sind schon auch dabei. Ich hatte Glück mit Robin, meiner Zimmerkollegin im Miss-Camp. Sie ist die Siegerin aus dem Saarland und wir haben uns gleich super verstanden. Wir treffen uns auch jetzt noch regelmäßig.

Was verstehen Sie persönlich unter Schönheit?

Oh je, das ist doch Geschmackssache und nicht objektiv zu beurteilen. Schön ist für mich jemand, der eine besondere Ausstrahlung hat und sich die Persönlichkeit des Menschen auch im Gesicht widerspiegelt. Grundsätzlich finde ich ein attraktives Gesicht wichtiger fürs Aussehen als eine perfekte Figur und Kleidergröße 34.

Sind Sie mit ihrem Aussehen zufrieden oder haben Sie an sich etwas zu bemängeln?

Das ist ganz von meiner Tagesform abhängig. Es gibt Tage, da mag ich meine Haare nicht oder ärgere mich über einen Pickel im Gesicht, aber im Großen und Ganzen bin ich mit mir, genauso wie ich bin, total zufrieden.

Man sagt, wer als Baby hässlich war, wird später schön? Waren Sie ein hässliches Baby?

Landua (lacht): Da ist wirklich was dran. Ich war kein hübsches Baby. Ich hatte eine breite Nase und laut meiner Mutter auch einen richtigen Schwellkopf.

Eigentlich sollten Sie jetzt in China sein und Deutschland beim Weltfinale um den Titel Miss Bikini World vertreten. Warum sind Sie hier geblieben?

Weil mir mein Job, meine Familie und mein Freund Daniel wichtiger sind. Ich bin meinem Arbeitgeber sehr dankbar, dass ich bisher immer wohlwollend und mit viel Verständnis unterstützt wurde, möchte es aber nicht ausnutzen. Ich arbeite sehr gern dort, mein Job macht mir viel Spaß. Das ist wichtiger als ein bisschen modeln.

Das Reglement besagt, dass man sich nach einem Jahr Pause noch einmal für den Wettbewerb „Miss Rheinland-Land-Pfalz“ bewerben darf. Treten Sie noch einmal an?

Nein, definitiv nicht. Es war ein tolles Erlebnis, das kann mir keiner nehmen und lässt sich so auch bestimmt nicht wiederholen. Aber ich freue mich schon heute darauf, meinen Kindern und Enkelkindern davon erzählen zu können.

 

•Die Fragen stellte Annette Pospesch•


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