Ab Januar können 1000 Fahrräder ausgeliehen werden

MVG macht mobil

„MVGmeinRad“ heißt das neue Fahrradverleihsystem für Mainz. Schöne, gelbe Räder stehen schon jetzt an siebzehn solarbetriebenen Stationen in der Stadt bereit. Bis Ende Dezember sollen 30 Stationen in Betrieb gehen. Beim Endausbau des Systems stehen rund 1000 Fahrräder zur Verfügung.

Das Projekt, das allen Mainzern offen steht, ist längst nicht einzigartig in Europa. Fahrrad-Verleihsysteme gibt es bereits in Paris, Montreal, Barcelona und zum Beispiel im sizilianischen Syrakus. Dahinter steckt der Gedanke, möglichst viele Menschen für das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel zu begeistern. Die Fahrräder werden von einem Schweizer Hersteller geliefert. Das System befindet sich momentan noch in der Erprobungsphase. Sogenannte „Beta“-Tester sind auf 120 Rädern unterwegs. Sie testen das Entnehmen und Zurückstellen der Räder an den Stationen und die neugewonnene Mobilität im Stadtverkehr. Die Fahrräder verfügen über eine stufenlose Schaltung, die ein angenehmes Fahrvergnügen ermöglicht. Auch die Infrastruktur, das heißt die Positionierung der Stationen, soll in der Testphase weiterentwickelt und optimiert werden.

Es ist ein Rabattsystem für Vielnutzer mit 18 Euro Jahresbeitrag und 50 Cent pro halbe Stunde geplant. Der Tarif „MVGmeinRad gold“ ist für 59 Euro Jahresbeitrag und 50 Cent ab der zweiten halben Stunde zu haben. Und der Tarif „MVGmeinRad gold plus“ kostet 29 Euro und die ersten 30 Minuten sind frei. Die Preise, so der Geschäftsführer der MVG, Jochen Erlhof, müssen sicher im Jahre 2012 anhand der tatsächlichen Nutzung überprüft und weiterentwickelt werden. Ganz wichtig ist für die Geschäftsführung der Hinweis, dass es sich bei dem Verleihsystem um ein sich finanziell selbstragendes Geschäftsmodell handelt. Ab Januar 2012 sollen 999 Kunden geworben sein.

 

•Henning Berg•


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